Hamburg liegt 100 Kilometer von der Nordsee entfernt und hat trotzdem Gezeiten mit rund dreieinhalb Metern Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser. Die Fleete der Speicherstadt sind von niedrigen Backstein- und Stahlbrücken überspannt. Bei Hochwasser passt keine Barkasse darunter, bei Niedrigwasser fahren sie mit umgelegtem Dach hindurch. Das Fenster liegt etwa zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Niedrigwasser, bei Sturmflut oder extremem Niedrigwasser fällt es ganz aus.
Für die Planung: Die Gezeitenvorhersage für den Pegel St. Pauli veröffentlicht das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, kostenlos und auf den Tag genau. Wer die Speicherstadt vom Wasser will, sucht dort das Niedrigwasser des Tages und bucht eine Fahrt, die ein bis zwei Stunden davor beginnt. Die Reedereien wissen das und sagen am Anleger, ob die Fahrt des Tages durch die Fleete geht; nachfragen kostet nichts.
Bei Hochwasser fahren die Schiffe stattdessen am Sandtorhafen und der HafenCity entlang und länger im Containerhafen; Fahrgastschiffe machen das immer, weil sie ohnehin nicht in die Fleete passen. Die Speicherstadt von außen, vom Zollkanal her, sieht man bei jeder Fahrt. Wer die Fleete von innen sicher sehen will, nimmt die zweistündige Fleetfahrt ab Vorsetzen oder Jungfernstieg, die nach der Tide terminiert wird.
Passende Fahrten
Große Hafenrundfahrt
Hafen- und Speicherstadt-Tour
XXL-Hafenrundfahrt
Lichterfahrt
Barkassenfahrt
Fleetfahrt Speicherstadt
Häufige Fragen
Wie lange dauert das Fenster um Niedrigwasser?
Etwa vier Stunden, zwei davor und zwei danach. Bei Wind aus West kürzer, bei Ostwind länger.
Wo finde ich die Tidezeiten für Hamburg?
Beim BSH unter Gezeitenvorhersagen, Pegel Hamburg St. Pauli. Auf jeder Anlegerseite hier ist die Seite verlinkt.
Fährt die 1,5-Stunden-Tour immer durch die Speicherstadt?
Nein, nur bei passender Tide. Bei Hochwasser fährt sie länger im Containerhafen, was für viele der interessantere Teil ist.

